- Startseite
- Prämienverbilligung
Prämienverbilligung 2026/2027: Hast du Anspruch?
Die Kantone verbilligen die Grundversicherungsprämien von Menschen in bescheidenen wirtschaftlichen Verhältnissen. Wie viel du erhältst, hängt vom Kanton, von deinem Haushalt und vom massgebenden Einkommen ab. Der IPV-Check rechnet dir mit den amtlichen Regeln eine Indikation.
In einer Minute zur Indikation
- Zürich
- Aargau
- Waadt
- Bern
- Genf
- Luzern
- St. Gallen
- Freiburg
- Solothurn
- Wallis
- Thurgau
- Basel-Landschaft
- Basel-Stadt
- Graubünden
- Zug
- Neuenburg
- Schwyz
- Schaffhausen
- Tessin
- Nidwalden
- Obwalden
- Jura
- Glarus
- Uri
- Appenzell Ausserrhoden
- Appenzell Innerrhoden
Die Balken zeigen, wie viel Verbilligung dein Haushalt je Einkommen etwa erhält. Deine Angaben verlassen den Browser nicht.
CHF 874 – CHF 2'352pro Jahr, rund CHF 73 – CHF 196 pro Monat
So kommt die Zahl zustande
- Einkommen laut Steuerveranlagung: CHF 40'000
- = massgebendes Einkommen (geschätzt): CHF 40'000
- Summe der Richtprämien deines Haushalts: CHF 5'376
- minus 8.4 % des massgebenden Einkommens: CHF 3'360
- Ergebnis: CHF 2'016 pro Jahr, Spanne bei Einkommen ±10 % und allen Regionen: CHF 874 bis CHF 2'352
Hinweise (5)
- Ohne Prämienregion rechnen wir über alle 3 Regionen des Kantons; die Begründung zeigt Region 1.
- Die Referenzprämien sind aus der EDI-Durchschnittsprämie 2026 × 70 % berechnet; sie ergeben genau die von der SVA Zürich publizierten Einkommensgrenzen 2026 (z. B. CHF 64'000 = CHF 5'376 ÷ 8,4 %).
- Das Berechnungsbeispiel der SVA Zürich nennt für Region 1 eine Referenzprämie von CHF 5'776; das passt weder zur Durchschnittsprämie (70 % von CHF 7'680 = CHF 5'376) noch zu den publizierten Einkommensgrenzen. Wir rechnen mit CHF 5'376.
- Wie Zürich den Mindestanspruch für Kinder mit der ordentlichen Verbilligung verrechnet, ist nicht im Detail veröffentlicht. Wir zeigen den höheren der beiden Beträge.
- Für 2027 hat der Regierungsrat die Eigenanteile bereits festgelegt (11,8 % bzw. 9,4 %); die Referenzprämien 2027 folgen mit der EDI-Durchschnittsprämie 2027.
Indikativ, ohne Gewähr. Massgebend ist allein die Verfügung der kantonalen Stelle. Deine Angaben bleiben in deinem Browser. Quelle: GDK: Übersicht über die kantonalen Prämienverbilligungssysteme 2026 (Synopse), Kanton Zürich, Stand 25.09.2026. Methodik: So rechnen wir.
Das System nach Art. 65 KVG
Die Kantone gewähren Versicherten in bescheidenen wirtschaftlichen Verhältnissen eine Prämienverbilligung (Art. 65 KVG). Für untere und mittlere Einkommen verbilligen sie die Prämien von Kindern um mindestens 80 % und von jungen Erwachsenen in Ausbildung um mindestens 50 % (Art. 65 Abs. 1bis KVG). Das Geld fliesst direkt an deine Krankenkasse und wird mit deinen Prämienrechnungen verrechnet.
Wer Anspruch hat und wie viel, legt jeder Kanton selbst fest. Die drei häufigsten Modelle:
- Prozentmodell: Die Richtprämien deines Haushalts minus ein Prozentsatz deines massgebenden Einkommens (zum Beispiel Aargau, Zürich).
- Stufenmodell: Ein fester Beitrag pro Person je nach Einkommensstufe (zum Beispiel Bern, Basel-Stadt, Genf).
- Einkommensgrenze: Bis zu einer Grenze gibt es eine Pauschale, darüber nichts.
Das massgebende Einkommen ist fast überall das steuerbare Einkommen einer früheren Steuerveranlagung plus ein Teil des Vermögens; manche Abzüge (etwa Säule 3a) werden wieder dazugezählt. Viele Kantone schreiben mögliche Berechtigte an, in anderen musst du selbst einen Antrag stellen.
Der Gegenvorschlag zur Prämien-Entlastungs-Initiative
- Sozialziel: Jeder Kanton legt fest, welchen Anteil am verfügbaren Einkommen die Prämie höchstens ausmachen darf (Art. 65 Abs. 1ter KVG). Hat ein Kanton das bis 2030 nicht getan, legt es der Bundesrat fest.
- Mindestanteil: Die Kantone müssen mindestens 3,5 % bis 7,5 % der Bruttokosten der Grundversicherung im Kanton für die Prämienverbilligung einsetzen, je nachdem, wie stark die Prämien die einkommensschwächsten 40 % belasten.
- Übergang: 2026 und 2027 gilt für alle Kantone 3,5 %; die abgestuften Mindestanteile gelten ab 2028. Der Bund zahlt weiterhin 7,5 % der Bruttokosten.
Quelle: BAG, Änderung des KVG (Prämienverbilligung), in Kraft seit 01.01.2026.
Prämienverbilligung nach Kanton
| Kanton | Modell | Anmeldung | Nächste Frist | Stand |
|---|---|---|---|---|
| Zürich | Eigenanteilsmodell (Prozentmodell mit Referenzprämien je Prämienregion) | Einladung, dann Antrag | 31.03.2027 (Antrag Prämienverbilligung 2026) | 2026 · 25.09.2026 |
| Aargau | Prozentmodell mit Richtprämien | Einladung, dann Antrag | 31.12.2026 (Anmeldung Prämienverbilligung 2027) | 2027 · 25.09.2026 |
| Waadt | Belastungsgrenze 10 % des RDU (subside ordinaire plus subside spécifique) | Antrag | – | 2026 · 25.09.2026 |
| Bern | Stufenmodell mit festen Beiträgen je Einkommensstufe, Altersgruppe und Prämienregion | automatisch | 31.12.2026 (Antrag Prämienverbilligung 2026) | 2026 · 25.09.2026 |
| Genf | Stufenmodell mit festen Beiträgen je Person in neun Einkommensgruppen (RDU) | automatisch | 30.11.2026 (Antrag Subside 2026) | 2026 · 25.09.2026 |
| Luzern | Prozentmodell mit progressivem Selbstbehalt und fixem Kinderanteil | Antrag | 31.10.2026 (Anmeldung Prämienverbilligung 2027) | 2026 · 25.09.2026 |
| St. Gallen | Belastungsgrenzenmodell mit Referenzprämien je Prämienregion (Prozentsatz steigt mit dem Einkommen) | Einladung, dann Antrag | 31.03.2027 (Anmeldung Prämienverbilligung 2027) | 2026 · 25.09.2026 |
| Freiburg | Prozentsatz der Durchschnittsprämie nach Abstand zur Einkommensgrenze (60 Stufen) | Einladung, dann Antrag | – | 2026 · 25.09.2026 |
| Solothurn | Prozentmodell mit linear steigendem Eigenanteil (10 % bis 16 %) und Einkommensgrenzwert | Einladung, dann Antrag | 31.12.2026 (Quellenbesteuerte 2026) | 2026 · 25.09.2026 |
| Wallis | Klassenmodell: Prozent der Referenzprämie je Einkommensklasse | automatisch | 31.12.2026 (Spezielles Subventionsgesuch 2026) | 2026 · 25.09.2026 |
| Thurgau | Feste Beträge nach Kategorien der einfachen Steuer | Einladung, dann Antrag | 31.12.2026 (Antrag Prämienverbilligung 2026) | 2026 · 25.09.2026 |
| Basel-Landschaft | Prozentmodell mit Richtprämien und Einkommensobergrenze je Berechnungseinheit | Einladung, dann Antrag | 31.12.2026 (Gesuch ohne Formular, Gesuch um Anpassung) | 2026 · 25.09.2026 |
| Basel-Stadt | Stufenmodell mit 22 Einkommensgruppen je Haushaltsgrösse | Antrag | – | 2026 · 25.09.2026 |
| Graubünden | Prozentmodell mit Richtprämien je Region und gestuftem Selbstbehalt, plus Kinderbeitrag | Antrag | 31.12.2026 (Anmeldung Prämienverbilligung 2026) | 2026 · 25.09.2026 |
| Zug | Prozentmodell mit Richtprämien, Kürzung ab CHF 70'000 und Einkommensobergrenze CHF 89'900 | Einladung, dann Antrag | 30.04.2027 (Anmeldung Prämienverbilligung 2027) | 2026 · 25.09.2026 |
| Neuenburg | Klassenmodell (Stufenmodell S1 bis S15 nach Haushalt und Kinderzahl) | Einladung, dann Antrag | – | 2026 · 25.09.2026 |
| Schwyz | Prozentmodell mit Richtprämien (Selbstbehalt 11 %) und Höchsteinkommen nach EL-Bedarf | Einladung, dann Antrag | 31.12.2026 (Anmeldung Prämienverbilligung 2026) | 2026 · 25.09.2026 |
| Schaffhausen | Prozentmodell mit Richtprämien je Prämienregion (Selbstbehalt 15 %, höchstens 65 % der Richtprämien) | Einladung, dann Antrag | 30.04.2027 (Antrag Prämienverbilligung 2027) | 2026 · 25.09.2026 |
| Tessin | Quadratisch abnehmende Verbilligung bis zu einem maximalen verfügbaren Einkommen | Antrag | 31.12.2026 (Antrag RIPAM 2027) | 2026 · 25.09.2026 |
| Nidwalden | Prozentmodell mit Richtprämien | Einladung, dann Antrag | – | 2026 · 25.09.2026 |
| Obwalden | Prozentmodell mit Richtprämien und progressivem Selbstbehalt | Einladung, dann Antrag | – | 2026 · 25.09.2026 |
| Jura | Stufenmodell mit festen Beträgen je Einkommensstufe von CHF 1'000 | automatisch | 31.12.2026 (Requête Prämienverbilligung 2026) | 2026 · 25.09.2026 |
| Glarus | Prozentmodell mit Selbstbehalt nach Einkommensstufen | Antrag | 31.01.2027 (Antrag Prämienverbilligung 2027) | 2026 · 25.09.2026 |
| Uri | Prozentmodell mit Richtprämien und Mindestgarantie für Kinder | automatisch | 31.12.2026 (Anmeldung Zuzug im Vorjahr und getrennte Wohnsitze) | 2026 · 25.09.2026 |
| Appenzell Ausserrhoden | Prozentmodell mit Lebensbedarf-Abzug und Einkommensobergrenzen | Einladung, dann Antrag | – | 2026 · 25.09.2026 |
| Appenzell Innerrhoden | Prozentmodell mit einkommensabhängigem Selbstbehalt | automatisch | – | 2026 · 25.09.2026 |
Quelle je Kanton: GDK-Synopse 2026 und die kantonale Durchführungsstelle; «–» heisst, dass keine Frist mehr offen oder keine mit Datum publiziert ist. So rechnen wir: Methodik.
Häufige Fragen
Bei welchem Einkommen bekommt man Prämienverbilligung?
Das legt jeder Kanton selbst fest. Meist zählt das steuerbare Einkommen plus ein Teil des Vermögens («massgebendes Einkommen»). In Prozentmodellen gibt es Geld, solange die Richtprämien deines Haushalts höher sind als ein bestimmter Prozentsatz dieses Einkommens. Den genauen Wert für deinen Kanton zeigt der IPV-Check.
Wer hat Anspruch auf Prämienverbilligung?
Versicherte in bescheidenen wirtschaftlichen Verhältnissen mit Wohnsitz im Kanton (Art. 65 Abs. 1 KVG). Wer Ergänzungsleistungen oder Sozialhilfe bezieht, erhält die Verbilligung in der Regel automatisch. Für Kinder und junge Erwachsene in Ausbildung gilt bei unteren und mittleren Einkommen ein Mindestanspruch von 80 % bzw. 50 % (Art. 65 Abs. 1bis KVG).
Wann und wie wird die Prämienverbilligung ausbezahlt?
Die Kantone zahlen die Verbilligung direkt an deine Krankenkasse; sie zieht den Betrag von deinen Prämienrechnungen ab. Auf der Police steht weiterhin die volle Prämie.
Kann ich Prämienverbilligung rückwirkend beantragen?
Nur innerhalb der kantonalen Frist. Die Fristen sind sehr unterschiedlich: In Zürich kannst du den Antrag für ein Jahr bis zum 31. März des Folgejahres stellen, im Aargau musst du dich bis zum 31. Dezember des Vorjahres anmelden. Verpasste Fristen lassen sich in der Regel nicht nachholen.
Kann es sein, dass man Prämienverbilligung zurückzahlen muss?
Ja. Viele Kantone rechnen zuerst provisorisch mit einer älteren Steuerveranlagung und korrigieren später. Steigt dein Einkommen oder Vermögen deutlich, musst du das melden; zu viel bezogene Beträge werden zurückgefordert.
Was hat sich 2026 geändert?
Seit 01.01.2026 gilt der indirekte Gegenvorschlag zur Prämien-Entlastungs-Initiative: Jeder Kanton muss ein Sozialziel festlegen (maximaler Anteil der Prämie am verfügbaren Einkommen) und mindestens 3,5 % der Bruttokosten der Grundversicherung für die Prämienverbilligung aufwenden. Ab 2028 steigt der Mindestanteil je nach Prämienbelastung auf bis zu 7,5 %.
Quellen
- Bundesgesetz über die Krankenversicherung (KVG), Prämienverbilligung durch die KantoneArt. 65 KVGfedlex.admin.ch
- BAG: Änderung des KVG (Prämienverbilligung) als indirekter Gegenvorschlag zur Prämien-Entlastungs-Initiativebag.admin.ch
- GDK: Übersicht über die kantonalen Prämienverbilligungssysteme 2026 (Synopse, PDF)gdk-cds.ch