Die Krankenkasse kostet dich die Prämie plus die Kostenbeteiligung. 2026 beträgt die mittlere Prämie für Erwachsene CHF 465.30 pro Monat. Dazu kommen pro Jahr die Franchise von CHF 300 bis CHF 2'500, 10 % Selbstbehalt bis höchstens CHF 700 und CHF 15 pro Spitaltag. Mit Franchise CHF 300 zahlst du höchstens CHF 1'000 zusätzlich zur Prämie.

Das Wichtigste in Kürze
- Die mittlere Prämie 2026 beträgt CHF 465.30 pro Monat für Erwachsene, CHF 326.30 für junge Erwachsene und CHF 122.50 für Kinder (BAG).
- Neben der Prämie zahlst du Franchise und 10 % Selbstbehalt auf die Kosten darüber (Art. 64 Abs. 2 KVG).
- Der Selbstbehalt ist auf CHF 700 pro Jahr für Erwachsene und CHF 350 für Kinder begrenzt (Art. 103 Abs. 2 KVV).
- Im Spital zahlen Erwachsene zusätzlich CHF 15 pro Tag, ausser am Austrittstag (Art. 104 KVV).
- Zürich 2026, Erwachsene, Median: höchstens CHF 7'960.00 im Jahr mit Franchise CHF 300 und CHF 8'646.80 mit Franchise CHF 2'500, ohne Spitalbeitrag (BAG).
Wie viel kostet die Krankenkasse im Monat?
Die Prämie ist das, was auf der Monatsrechnung steht. Das BAG berechnet jedes Jahr die mittlere Prämie über alle Kassen, Franchisen und Modelle. 2026 beträgt sie:
| Altersgruppe | mittlere Prämie pro Monat | pro Jahr |
|---|---|---|
| Erwachsene ab 26 | CHF 465.30 | CHF 5'583.60 |
| junge Erwachsene 19–25 | CHF 326.30 | CHF 3'915.60 |
| Kinder bis 18 | CHF 122.50 | CHF 1'470.00 |
| alle Versicherten | CHF 393.30 | CHF 4'719.60 |
Quelle: BAG, Medienmitteilung vom 23.09.2025 zu den Prämien 2026. Die Prämien des nächsten Jahres veröffentlicht das BAG Ende September.
Deine eigene Prämie kann stark davon abweichen, weil sie von Wohnort, Kasse, Franchise und Modell abhängt. Sie ist aber nur der fixe Teil. Sobald du zum Arzt gehst, Medikamente kaufst oder ins Spital musst, kommt die Kostenbeteiligung dazu. Die ehrliche Antwort auf die Frage «Was kostet die Krankenkasse?» lautet deshalb: Prämie plus das, was du selbst trägst.
Die drei Bausteine der Kostenbeteiligung
1. Franchise. Die Franchise ist der Betrag, den du pro Kalenderjahr zuerst selbst bezahlst. Die ordentliche Franchise für Erwachsene beträgt CHF 300 (Art. 103 Abs. 1 KVV). Wählen kannst du auch CHF 500, 1'000, 1'500, 2'000 oder 2'500; für Kinder gibt es Franchisen von CHF 0 bis CHF 600 (Art. 93 Abs. 1 KVV). Je höher die Franchise, desto tiefer die Prämie.
2. Selbstbehalt. Von den Kosten über der Franchise zahlst du 10 % (Art. 64 Abs. 2 KVG). Der Selbstbehalt ist pro Jahr begrenzt: Den maximalen Selbstbehalt erreichen Erwachsene bei CHF 700, Kinder bei CHF 350 (Art. 103 Abs. 2 KVV). Für Medikamente, die mindestens 10 % teurer sind als der Durchschnitt des günstigsten Drittels mit gleichem Wirkstoff, beträgt der Selbstbehalt 40 % (Art. 38a Abs. 1 KLV).
3. Spitalbeitrag. Für jeden Tag im Spital zahlen Erwachsene CHF 15, nicht aber für den Austrittstag (Art. 104 KVV). Kinder, junge Erwachsene in Ausbildung und Frauen bei Mutterschaft zahlen keinen Spitalbeitrag. Er kommt zum Höchstbetrag des Selbstbehalts dazu.
Massgebend ist das Behandlungsdatum, nicht das Rechnungsdatum (Art. 103 Abs. 3 KVV). Eine Behandlung im Dezember zählt also zur Franchise des alten Jahres, auch wenn die Rechnung im Januar kommt.
| Franchise | höchstens selbst pro Jahr (Franchise + Selbstbehalt) | erreicht bei Kosten von |
|---|---|---|
| CHF 300 | CHF 1'000 | CHF 7'300 |
| CHF 1'500 | CHF 2'200 | CHF 8'500 |
| CHF 2'500 | CHF 3'200 | CHF 9'500 |
Dazu kommen allenfalls Spitalbeiträge und Leistungen, die die Grundversicherung nicht zahlt.
Schritt für Schritt: deine Gesamtkosten berechnen
- Jahresprämie ermitteln. Monatsprämie mal zwölf. Die Prämien aller Kassen deiner Gemeinde zeigt der Prämienrechner.
- Erwartete Kosten schätzen. Nimm die Summe der Arzt-, Medikamenten- und Therapierechnungen des letzten Jahres. Die Leistungsabrechnungen deiner Kasse listen sie auf.
- Franchise abziehen. Bis zur Franchise zahlst du alles selbst.
- Selbstbehalt rechnen. 10 % der Kosten über der Franchise, höchstens CHF 700.
- Spitaltage dazuzählen. CHF 15 pro Tag ausser dem Austrittstag, falls ein Aufenthalt geplant ist.
- Nicht gedeckte Kosten ergänzen. Etwa Zahnarzt, Brille über dem gesetzlichen Beitrag oder Prämien einer Zusatzversicherung.
Gesamtkosten 2026 in drei Szenarien
Die folgende Rechnung nimmt die mittlere Prämie (Median) aller 128 Angebote einer Gemeinde. Prämien 2026, Gemeinde Zürich (Region 1), Erwachsene mit Jahrgang 1990, mit Unfall; Quelle BAG. Bei Franchise CHF 300 beträgt der Median CHF 580.00 pro Monat (CHF 6'960.00 im Jahr), bei Franchise CHF 2'500 CHF 453.90 (CHF 5'446.80 im Jahr). Die Kosten sind angenommene Jahressummen aller Rechnungen, ohne Spitalaufenthalt.
| Kosten im Jahr (angenommen) | Franchise CHF 300: selbst | Franchise CHF 300: total | Franchise CHF 2'500: selbst | Franchise CHF 2'500: total |
|---|---|---|---|---|
| CHF 0 | CHF 0 | CHF 6'960.00 | CHF 0 | CHF 5'446.80 |
| CHF 2'000 | CHF 470 | CHF 7'430.00 | CHF 2'000 | CHF 7'446.80 |
| CHF 10'000 | CHF 1'000 | CHF 7'960.00 | CHF 3'200 | CHF 8'646.80 |
Pro Monat gerechnet heisst das: Mit Franchise CHF 300 kostet die Krankenkasse in diesem Beispiel zwischen CHF 580.00 und CHF 663.33, mit Franchise CHF 2'500 zwischen CHF 453.90 und CHF 720.57. Der Unterschied zwischen einem gesunden und einem teuren Jahr ist mit der hohen Franchise also mehr als doppelt so gross.
Die Prämien der beiden Franchisen unterscheiden sich um CHF 1'513.20 im Jahr. Bei Kosten von CHF 1'981.33 zahlst du mit beiden Franchisen gleich viel. Darunter ist Franchise CHF 2'500 günstiger, darüber Franchise CHF 300. Diesen Umschlagpunkt für deine Gemeinde und dein Alter rechnet der Franchise-Rechner. Wie du die passende Stufe findest, erklärt der Artikel Franchise wählen.
Beispielrechnung: ein Jahr mit Spitalaufenthalt
Beispiel mit fiktiven Personen. Martin ist 36, wohnt in Zürich und hat Franchise CHF 2'500 bei einer Prämie von CHF 453.90 pro Monat, dem Median aus der Tabelle oben. Im März ist er fünf Nächte im Spital, sechs Kalendertage inklusive Austrittstag.
Mit Franchise CHF 300 hätte Martin im gleichen Jahr CHF 6'960.00 Prämie, CHF 1'000 Kostenbeteiligung und CHF 75 Spitalbeitrag bezahlt, zusammen CHF 8'035.00. In einem Jahr ohne Arztbesuch zahlt er mit der hohen Franchise dagegen CHF 1'513.20 weniger. Welche Variante auf mehrere Jahre günstiger ist, hängt davon ab, wie oft solche Jahre vorkommen; eine Empfehlung für deine Situation ist das Beispiel nicht.
Was die Rechnung verändert
- Modell: Hausarzt-, HMO- und Telmed-Modelle senken die Prämie bei gleicher Kostenbeteiligung. In Zürich lag der Median dieser Tarife 2026 bei Franchise CHF 300 zwischen CHF 565.80 und CHF 575.00 pro Monat statt CHF 639.80 im Standardmodell. Wie der Ablauf funktioniert, erklärt der Artikel Telmed-Modell; welches Modell zu dir passt, klärt der Modell-Finder.
- Kasse: Zwischen dem günstigsten und dem teuersten Angebot in Zürich lagen bei Franchise CHF 300 CHF 206.30 pro Monat (CHF 517.70 und CHF 724.00), für dieselben gesetzlichen Leistungen.
- Kinder: Kinder haben keine ordentliche Franchise, zahlen höchstens CHF 350 Selbstbehalt und keinen Spitalbeitrag. Mehrere Kinder derselben Familie bei derselben Kasse zahlen zusammen höchstens die Kostenbeteiligung einer erwachsenen Person (Art. 64 Abs. 4 KVG).
- Schwangerschaft: Ab der 13. Schwangerschaftswoche bis acht Wochen nach der Geburt fällt keine Kostenbeteiligung an (Art. 64 Abs. 7 KVG).
- Kassenwechsel unter dem Jahr: Die neue Kasse rechnet bereits bezahlte Franchise und Selbstbehalt an (Art. 103 Abs. 4 KVV).
- Leistungen ausserhalb der Grundversicherung: Zahnbehandlungen zahlt die Grundversicherung nur in den Fällen von Art. 31 KVG. Solche Rechnungen trägst du ganz selbst oder über eine Zusatzversicherung, deren Prämie ebenfalls zu den Gesamtkosten gehört; massgebend sind dort die AVB.
- Prämienverbilligung: Bei tiefem Einkommen senkt der Kanton deine Prämie. Ob du Anspruch hast, zeigt die Seite Prämienverbilligung.
Häufige Fehler
- Nur die Prämie vergleichen. Wer die Franchise erhöht, senkt die Prämie, trägt aber in einem teuren Jahr bis zu CHF 2'200 mehr selbst.
- Den Selbstbehalt vergessen. Nach der Franchise zahlst du weiter 10 %, bis CHF 700 erreicht sind.
- Den Spitalbeitrag übersehen. CHF 15 pro Tag kommen zum Höchstbetrag dazu.
- Das Rechnungsdatum statt des Behandlungsdatums nehmen. Die Franchise richtet sich nach dem Datum der Behandlung.
- Die Reserve zu knapp planen. Mit hoher Franchise können im gleichen Jahr Prämien und bis zu CHF 3'200 Kostenbeteiligung anfallen.
Was du von Prämien und selbst bezahlten Kosten bei den Steuern abziehen kannst, erklärt der Artikel Prämien von den Steuern abziehen. Ob sich die jährliche Prämienzahlung lohnt, steht im gleichnamigen Artikel. Weitere Sparhebel findest du in der Themenwelt Kosten sparen, alle Anbieter in den Kassen-Steckbriefen. Wie wir Prämien auswerten, erklären wir unter So rechnen wir.
Häufige Fragen
Wie viel kostet die Krankenkasse in der Schweiz im Monat?
Die mittlere Prämie 2026 beträgt für Erwachsene CHF 465.30 pro Monat, über alle Altersgruppen CHF 393.30 (BAG). Je nach Kanton, Gemeinde, Kasse, Franchise und Modell zahlst du deutlich mehr oder weniger. Dazu kommen Franchise und Selbstbehalt, sobald du Leistungen beziehst.
Wie viel zahle ich im schlimmsten Fall pro Jahr selbst?
Zusätzlich zur Prämie höchstens die Franchise plus CHF 700 Selbstbehalt: mit Franchise CHF 300 also CHF 1'000, mit Franchise CHF 2'500 CHF 3'200. Bei einem Spitalaufenthalt kommen CHF 15 pro Tag dazu, und Leistungen ausserhalb der Grundversicherung zahlst du ganz.
Zählt der Spitalbeitrag zum maximalen Selbstbehalt?
Nein. Der Spitalbeitrag von CHF 15 pro Tag kommt zu Franchise und Selbstbehalt hinzu und ist nicht durch den Höchstbetrag von CHF 700 begrenzt. Kinder, junge Erwachsene in Ausbildung und Frauen bei Mutterschaft zahlen ihn nicht.
Welche Franchise ist am günstigsten?
Das hängt von deinen Gesundheitskosten ab. Mit den Median-Prämien 2026 in Zürich fährt eine erwachsene Person mit Franchise CHF 2'500 günstiger, solange ihre Kosten unter CHF 1'981.33 im Jahr bleiben. Das ist eine Rechnung, keine Empfehlung: Rechne mit deinen Zahlen im Franchise-Rechner.
Quellen
- BAG: Krankenkassenprämien erhöhen sich durchschnittlich um 4,4 Prozent (Medienmitteilung vom 23.09.2025)bag.admin.ch
- Bundesgesetz über die Krankenversicherung (KVG), Art. 64Art. 64 Abs. 2, 4, 5, 7 und 8 KVGfedlex.admin.ch
- Bundesgesetz über die Krankenversicherung (KVG), Art. 61Art. 61 Abs. 3 KVGfedlex.admin.ch
- Bundesgesetz über die Krankenversicherung (KVG), Art. 31Art. 31 KVGfedlex.admin.ch
- Verordnung über die Krankenversicherung (KVV), Art. 93Art. 93 Abs. 1 KVVfedlex.admin.ch
- Verordnung über die Krankenversicherung (KVV), Art. 103Art. 103 Abs. 1–4 KVVfedlex.admin.ch
- Verordnung über die Krankenversicherung (KVV), Art. 104Art. 104 KVVfedlex.admin.ch
- Krankenpflege-Leistungsverordnung (KLV), Art. 38aArt. 38a Abs. 1 KLVfedlex.admin.ch
- BAG, Krankenversicherungsprämien 2026 (opendata.swiss)opendata.swiss
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